Bärlauchbrötchen und Bärlauchpesto

Bärlauch im WaldBärlauchbrötchen BärlauchpestoBärlauchpesto und Brötchen

Das Rezept, ursprünglich Quark-Kräuter-Brötchen, stammt aus dem Buch Meine neuen Wildpflanzen Rezepte von Celia Nentwig)
Ich habe es nur dahingehend abgeändert, dass ich nur Bärlauch und keine anderen Kräuter verwendet habe)

Quark-Bärlauch-Brötchen
Zutaten
400 g Mehl • 100 g Haferflocken • 1 Päckchen Backpulver • 100 g Butter •
250 g Magerquark • 2 Eier • 1/2 TL Salz • 1 EL Honig • 5 El gehackter Bärlauch
(oder Kräuter der Saison)
Zubereitung
Butter mit Quark, Honig, Salz und Eiern verrühren. Mehl mit Haferflocken,
Bärlauch und Backpulver vermischen und alles zu einem glatten Teig verkneten.
Aus dem Teig eine Rolle formen und in 16 Stücke teilen. Brötchen
kreuzweise einschneiden, im vorgeheizten Backofen – Ober-Unterhitze
200°C oder Umluft 175°C – in 15 bis 20 Minuten goldbraun backen.

Für das Pesto habe ich zwei Handvoll Bärlauch klein geschnitten und zusammen mit gehackten Walnüssen, Olivenöl und Parmesan in der Küchenmaschine zerkleinert.
Ich fülle das Pesto in Gläser und bedecke es mit Olivenöl. So kommt keine Luft an die Masse und es hält sich länger.

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Gurkensalat mit Gundermannblüten

GundermannblütenGundermannblätterGurkensalat mit GundermannblütenGurkensalat in LöffelnGurkensalat mit Gundermannblüten
An warmen Frühlings- oder Sommertagen als Amuse-Gueule der Hit!
Wer keine Porzellanlöffel besitzt, um diesen erfrischenden und wohlschmeckenden Salat anzubieten, kann aus den Halmen des Japanischen Knöterichs (Fallopia japonica)
Naturlöffel schneiden. Sie sehen auf den Schieferplatten besonders schön aus!
Aber Vorsicht: Eine gute Säge und ein scharfes Messer muss man schon zur Hand haben!
Zutaten
2 kleine Gartengurken, klein gewürfelt • 1 ½ Äpfel, klein gewürfelt • 1 kleine Zwiebel, fein geschnitten •
5 g Gundermannblätter, fein gehackt • 1 Handvoll junger Giersch, fein geschnitten • 3 EL Joghurt •
2 TL Honig • 1 TL Zitronensaft • Salz
Zubereitung
Joghurt, Honig, Salz und Zitronensaft zu einem Dressing verrühren. Die Kräuter einrühren und dann mit Gurke, Apfel und Zwiebeln gut vermischen. Mit Gundermannblüten dekoriert servieren.

Mein Gundermann auf dem Balkon zeigt schon die ersten Blätter 🙂
Ich freu mich! Liebe Grüße, Reni

Wildpflanzen-Salat mit Gemüseburger

Bei meinem Lieblings-Wildpflanzen-Bauernstand auf dem Markt habe ich am Samstag wieder eine Hand voll „Wildes“ erstanden. Ich hatte Lust auf einen knackigen Salat, da kamen mir die gesunden Blättchen gerade recht. Im Bündel waren Vogelmiere, Postelein, etwas Brennnessel und Spinat. Ich habe noch ein paar Kartoffeln gekocht in Scheiben geschnitten und unter den Salat gemischt.
Dazu machte ich mein Lieblings-Salat-Dressing:
Feinstes, Griechisches Olivenöl (bekomme ich alljährlich von lieben Freunden aus dem Urlaub mitgebracht), Weißweinessig, Estragonsenf, Blütenhonig, Salz und Pfeffer.
Die Gemüseburger, ich gestehe, bestehen aus einer Fertigmischung von Alnatura. Die schmecken mir einfach gut und sie sind schnell gemacht.
Über den Salat habe ich zum Schluß noch geröstete Wegerichsamen (aus meinem Vorrat) gestreut.
Das war unser leichtes, schmackhaftes Sonntagsessen und es schmeckte schon nach FRÜHLING!

Wildpflanzensalat mit WegerichsamenWildpflanzen Salat

WildpflanzensalatWildpflanzen-Salat

Vinschgerlen mit original Südtiroler Brotklee

Vinschgerle Teig

Vinschgauer sind handtellergroße, zwei bis drei Zentimeter dicke Fladenbrötchen aus einem Roggen-Weizen-Sauerteig und Hefe. Sie stammen aus der Region Vinschgau in Südtirol, daher auch der Name.
Brotklee, das typische Gewürz für die Vinschgerlen, ist ursprünglich ein Wildkraut aus dem Mittelmeerraum und wird mittlerweile in Südtirol auf den kalk- und humusreichen Böden des Pustertales angebaut.
Vinschgerl Teig

Vinschgerlen im Ofen
Vinschgerlen
Vinschgerlen mit Butter
Zutaten

  • 250 g Sauerteig selbst gemacht oder ein Fertigprodukt aus dem Handel
  • 600 g Roggenmehl 
  • 400 g Weizenmehl 
  • 12 Würfel Hefe 
  • 0,6–0,7 l lauwarmes Wasser
  • 10 g ganze Fenchelsamen
  • 5 g ganze Korianderkörner
  • 5 g ganze Kümmelsamen
  • 14 TL Brotklee
  • 212 TL Meersalz

Vorbereitung

  • Die benötigte Menge an Sauerteig mindestens 3–5 Tage vorher zubereiten.
  • Alle Zutaten genau abwiegen und abmessen.

Vorteig (Dampferl)

  • Die Hefe in einer Tasse, zusammen mit etwas Mehl und etwas lauwarmen Wasser, mit einer Gabel zerdrücken und durch Rühren auflösen.
  • Beide Mehlsorten in einer großen Schüssel gut vermischen; dann in der Mitte eine Vertiefung drücken.
  • In die Vertiefung den vorbereiteten Sauerteig und die in Wasser aufgelöste Hefe geben; dann nur die beiden Vorteig-Zutaten mit etwa 2 EL Mehl in der Vertiefung verrühren.
  • Ein wenig Mehl über den Vorteig streuen, ein Kreuz in den Vorteig schneiden, die Schüssel mit einem Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort etwa 1 Stunde gehen lassen.

Teig

  • Die Gewürze in einem Mörser grob zerstoßen und beiseite stellen.
  • Den Teig salzen und kneten.
  • Nach und nach das Wasser zufügen und unterarbeiten, bis der Teig geschmeidig geworden ist.
  • Dann die Gewürze gut unter den Teig kneten; ein wenig Mehl über den Teig streuen, ein Kreuz in den Teig schneiden; die Schüssel mit einem Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort nochmals ca. 2 Stunden gehen lassen.
  • Inzwischen nach etwa 112 Stunden das Backrohr auf 225 °C vorheizen; zur Herstellung von Schwaden ein niedriges, aber weites feuerfestes Gefäß mit heißem Wasser füllen und auf den Boden des Backofens stellen (falls vorhanden, kann dafür auch ein zweites Backblech verwendet werden); ferner ein Backblech mit Backpapier auslegen und bereit stellen.

Fertigstellung des Teiges

  • Der Teig sollte nach dem Gehen sein Volumen verdoppelt haben.
  • Den Teig nochmals sehr intensiv durchkneten; etwa 14–16 Teigstücke à ca. 105–120 g abnehmen, mit bemehlten Händen zu Kugeln drehen und diese mit einem Tuch abdecken.
  • Je Backdurchgang etwa 5–6 Teigkugeln nochmals mit bemehlten Händen rund formen, in wenig Roggenmehl wälzen und etwas flach drücken.
  • Die bemehlten Teiglinge auf dem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen; und in mehreren Backdurchgängen auf der unteren Schiene bei 225 °C und mit viel Schwaden jeweils etwa 25 Minuten schön braun backen.
  • Die optimale Garung der Vinschgauer durch Beklopfen der Unterseite prüfen, es muss dann hohl klingen.
  • Dann aus dem Ofen nehmen und auf einem Gitterrost vollständig auskühlen lassen (siehe Tipps.

    Die Vinschgerlen schmecken mir am besten frisch mit Butter.

    Das Rezept hab ich im Internet gefunden, leider weiß ich nicht mehr wo, sonst hätte ich die Quelle angegeben.

    Reni

Topfencreme mit Tannenspitzensirup

Topfencreme Rezept nach Oma Luise
abgeändert mit dem Zusatz Tannenspitzensirup
Quarkcreme mit Tannenspitzensirup Topfencreme

250 g Topfen (Quark) 40 % Fett
Saft einer Zitrone
1 Dotter (Eigelb)
2 Eßlöffel Tannenspitzensirup
1 Eßlöffel Zucker
1 Vanillezucker

Die Topfencreme ist ganz einfach zu machen. Die Zutaten mischen und genießen 😉
Gut dazu schmecken auch noch Himbeeren, Mandarinen oder anderes klein geschnittenes Obst.
Reni

Leider gescheitert!

Ich möchte über den gescheiterten Versuch berichten, Rotklee-Knäckebrot herzustellen.
Meine Vorräte an getrockneten Rotklee-Blüten haben nicht ausgereicht und so habe ich im Internet Bio-Rotkleeblüten (ganz) bestellt.
Nach einem Rezept aus dem Web hab ich 125 g Rotkleeblüten mit einer Küchenmaschine klein geschnitten (man sollte die Blüten im Mörser zermahlen, aber das war mir zu anstrengend). Dir klein geschnittenen Blüten hab ich mit je einem Esslöffel Mehl und Olivenöl, Salz und Pfeffer gemischt. Das war dann sowas von trocken, dass ich noch etwa 100ml Wasser dazugegeben habe (stand nicht im Rezept).
Dann habe ich versucht die Masse zu kneten, was nicht möglich war und hab das Ganze dünn auf ein mit Backpapier belegtes Blech gematscht.
Bei 150 Grad 20 Minuten in den Ofen.
In Scheiben schneiden war schwierig und ich hab schonmal vom Rand ein Stück probiert.
Ich war erstaunt, dass die Masse sogar recht gut zusammengehalten hat, aber richtig geschmeckt hat es mir nicht. So grasig und strohig. Der Rotklee müsste wahrscheinlich wirklich zu Mehl gemahlen werden, dann würde es vielleicht schmecken.
Hier die Bilder von einem Rotklee Knäckebrot, das grasig-strohig schmeckt.
Demnächst probiere ich trotzdem noch Rotklee-Burger, vielleicht schmecken die besser 😦
TeigRotkleeknäckebrotRotklee-Knäcke

Reni

Vogelmieren-Suppe

Was für eine wunderbare grüne Suppe!
Die Vogelmiere, die ich dafür verwendet habe, bekam ich auf unserem Bauernmarkt, bei einem Biohändler.
Die Vogelmiere schmeckt ein wenig nach Mais und enthält Kalium, Gerbstoffe, Vitamine und Saponine. Sie wirkt blutreinigend, harntreibend und verdauungsfördernd.

40 g Butter
40 g Mehl
1 L Gemüsebrühe (am besten selbst gemacht)
130 g Vogelmiere
Salz, Pfeffer, etwas Muskatnuss
etwas Sahne

Aus Butter und Mehl eine helle Einbrenn herstellen und mit der Brühe aufgießen.
Die gewaschene Vogelmiere in einen Smoothie-Mixer geben, mit der Brühe auffüllen und mixen. Man kann natürlich auch einen Stabmixer verwenden.
Die Mischung zurück in den Topf geben und kurz aufkochen lassen.
Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.

Vogelmier-SuppeSuppe VogelmiereVogelmiere Suppe

Das Rezept stammt aus dem Buch „Die gesunde Wildkräuterküche“ von Katharina Schober und Renate Hartmann.

Gesundheits-Wochenende

Letzte Woche kam meine Nachbarin zu mir und klagte über schlimmen Husten, den sie nun schon eine Woche lang hätte und es ginge ihr nicht gut. Ich hab ihr ein Fläschchen meines Spitzwegerich-Sirups geschenkt. Nach zwei Tagen kam sie wieder und schwärmte von dem „Wundermittel“. Es ginge ihr schon wesentlich besser und ob ich noch ein Fläschchen hätte, Ihre Tochter in Berlin hat auch ganz schlimmen Husten und sie würde ihr den Sirup so gerne schicken……ich hatte noch ein Fläschchen :D. Das Päckchen müsste heute ankommen…..Gute Besserung nach Berlin, liebe Moni!!

Ich selbst hab es mir am Wochenende bei einem feinen Kräutertee gutgehen lassen. Dieser schmeckte besonders gut! Die Kräuter sind natürlich selbst gesammelt und getrocknet und es war eine wunderbare Mischung aus Brennnesselblättern, Schafgarbe, Frauenmantel, Taubnessel und ein wenig Rotkleeblüten. Er hat mir gut getan 🙂

Kräutertee

Kräutertee-3

KRäutertee 1Reni

 

Brennnessel-Nudeln

Für Kerstin, vom Blog siedendbunt, ist die Brennnessel die Pflanze des Jahres 2015!
Ich liebe sie auch, die Brennnessel!
Dazu bringe ich heute gerne ein leckeres Rezept.

Arzneimittel-Pflanze des Jahres 2015 ist übrigens das echte Johanniskraut. Dazu hab ich letztes Jahr auch den Beitrag Johanniskraut-Tinktur gebracht.

Brennnessel-Nudeln
Braucht Vorbereitung. Übrigens: Selbstgemachte Brennnessel-Nudeln sind ein tolles Mitbringsel für liebe Freunde.

Zutaten
200 g Brennnesselblätter • 350 – 400 g Mehl • 2 Eier • Salz • 1 EL lauwarmes Wasser

Zubereitung
Brennnesselblätter in wenig Wasser ca. 10 Minuten gar kochen. Wasser abgießen, die Masse etwas abkühlen lassen und die Blätter fein hacken. Blätter mit den Eiern und dem Salz fein pürieren bis es breiig ist. Nach und nach so viel Mehl einarbeiten bis ein fester Teig entstanden ist. Den Teig in eine Frischhaltefolie einschlagen und ca. 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Dann auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen. Hier ist Ausdauer und Muskelkraft gefragt! Die dünne Nudelplatte in schmale Streifen schneiden und luftig trocknen. Die Nudeln lassen sich frisch oder gut getrocknet (nach ca. 12 Stunden) verwenden.

Tipp von Celia Nentwig:
Für das luftige Trocknen hänge ich die Nudeln einzeln über Küchenstuhllehnen oder Besenstiele oder forme sie zu runden Nestern.
Rezept und Bilder aus dem Buch Wildpflanzen von Celia Nentwig

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Nudelteig grünNudeln schneidenBrennnessel NudelnGeschenk-Brennnessel

Wildkräuter-Risotto mit Möhren-Paprika-Gemüse

Breitwegerichsamen lässt sich wunderbar trocknen, so kann man ihn auch im Winter verwenden.

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Wildkräuterrisotto mit Möhren

Für den Risotto:
1/2 Zwiebel
2 EL Olivenöl
125 g Risottoreis (ich: Rundkornreis)
50 ml trockener Weißwein
250 ml Gemüsebrühe
Eine Handvoll Giersch- und Brennnesselblätter (Alternativ: frische Spinatblätter)
Blüten von der Taubnessel in weiß und lila (oder noch die eine oder andere Kapuzinerkresse, die man noch auf dem Balkon findet)
Samen vom Breitwegerich
Kräutersalz
30 g geriebener Parmesan

Für das Gemüse:
1 roter Paprika
1 Möhren
2 Schalotten
Olivenöl
2 EL Hoisin Sauce
½ Tasse Gemüsebrühe

Die Kräuter waschen und trocken tupfen. Die Blätter abzupfen und klein schneiden. Den Samen des Breitwegerichs von den Stielen streifen und in wenig Olivenöl braten bis die Samen hochspringen. Mit Kräutersalz würzen und von der Herdplatte nehmen.
Die Blüten erst einmal beiseite legen, die benötigen wir zum Dekorieren am Schluss.

Zubereitung Risotto:
Die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Das Olivenöl erhitzen, die Zwiebelwürfel darin andünsten. Den Reis zugeben und nach und nach den Weißwein und die Gemüsebrühe dazugießen, bei schwacher Hitze köcheln lassen, dabei den Risotto immer wieder durchrühren.

Nach etwa 18 Minuten Kochzeit die Kräuter unter den Risotto rühren. Einige Kräuter beiseitelegen zum Dekorieren . Zum Schluss den Käse unter den Risotto rühren.

Zubereitung Gemüse:
Zwiebeln kleinhacken, Möhren schälen und in Scheiben schneiden, Paprika in kleine Stücke schneiden. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Die Zwiebeln darin anschwitzen, Möhren und Paprika zugeben und unterrühren. Alles zusammen leicht anbraten. Mit der Gemüsebrühe ablöschen und die Flüssigkeit etwas einkochen lassen. Mit der Hoisin Sauce würzen.
Den Reis in eine mit Öl bepinselte runde Form (ich habe ein kleines Backförmchen genommen) geben, mit einem Löffel etwas andrücken und gleich auf den Teller stürzen. Mit den Blüten, Kräuterblättchen und dem Breitwegerichsamen bestreuen. Gemüse dazu anrichten.

Die scharf-süßliche Würzsauce Hoisin kommt aus China, ich nehme sie gerne für Gemüsegerichte. Sie passt hier sehr gut zu den mild-süßen Aromen der Möhre und Paprika.
Die Mischung „Italienisch“ und „Asiatisch“ fand ich spannend und es passte meiner Meinung nach sehr gut zusammen. Ich hab alles ratzeputz aufgegessen 😉

Reni

Wildkräuter Risotto