Nudeltaschen mit Bärlauchfüllung

Bärlauchblüte

Bärlauchnudeln

Bärlauch FüllungBärlauchfüllung

Nudeltaschen mit Bärlauchfüllung
von Celia Nentwig aus dem Buch Wildpflanzen.

Dieses Rezept braucht etwas Vorbereitung, hinterlässt aber bei meinen Gästen
immer einen nachhaltigen Eindruck. Denn die Bärlauch-Füllung ist eine überraschend
schmackhafte Ergänzung zu dem neutralen Pasta-Teig.
Zutaten Nudelteig
300 g Weizenmehl • 1 Prise Salz • 3 Eier • 1 EL Olivenöl
Zutaten Füllung
300 g Frischkäse • Joghurt • Salz und Pfeffer • insgesamt 3/4 l Messzylinder
Kräuter (gemischt oder einzeln): Bärlauch, Spitzwegerich, Giersch, Knoblauchsrauke,
Zitronenmelisse, Pfefferminze • Butter, geschmolzen • Parmesan,
gerieben
Zubereitung
Mehl und Salz auf die Arbeitsplatte sieben. Mulde formen und die Eier hinein geben.
Zutaten mit den Händen gut mischen. Olivenöl zugeben und kneten, bis ein
geschmeidiger, glänzender Teig entsteht. Auf einer bemehlten Arbeitsplatte den
Teig dünn ausrollen, dafür den Teig ab und zu drehen und in die Länge ziehen, bis
er fast durchsichtig ist. Quadrate von ca. 6 x 6 cm schneiden.
Für die Füllung die Kräuter waschen und trocken schleudern. Sehr fein hacken und
mit dem Frischkäse und den Gewürzen vermischen. Bei Bedarf Joghurt beimischen
bis eine fest-cremige Masse entstanden ist. Die Teigränder mit Wasser bestreichen.
1 TL Füllung auf die Quadrate setzen und zu einem Dreieck zusammenklappen. Die
Ränder festdrücken. Die Päckchen portionsweise in kochendes Salzwasser geben
und 4 bis 5 Minuten ziehen lassen. Mit zerlassener Butter und Parmesan servieren.
Mein Tipp:
Anstelle der zerlassenen Butter serviere ich die gefüllten Bärlauch-Teigtaschen auf
einem „Tomatensoßenspiegel“ und toppe sie mit einem Bärlauch-Blütenstand.


Man kann die Füllung natürlich auch nur mit Bärlauch und weiteren nicht „wilden“ Kräutern mischen, wie zum Beispiel Thymian, Estragon, Basilikum etc.

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Wildkräuter-Risotto mit Möhren-Paprika-Gemüse

Breitwegerichsamen lässt sich wunderbar trocknen, so kann man ihn auch im Winter verwenden.

IMG_2005

Wildkräuterrisotto mit Möhren

Für den Risotto:
1/2 Zwiebel
2 EL Olivenöl
125 g Risottoreis (ich: Rundkornreis)
50 ml trockener Weißwein
250 ml Gemüsebrühe
Eine Handvoll Giersch- und Brennnesselblätter (Alternativ: frische Spinatblätter)
Blüten von der Taubnessel in weiß und lila (oder noch die eine oder andere Kapuzinerkresse, die man noch auf dem Balkon findet)
Samen vom Breitwegerich
Kräutersalz
30 g geriebener Parmesan

Für das Gemüse:
1 roter Paprika
1 Möhren
2 Schalotten
Olivenöl
2 EL Hoisin Sauce
½ Tasse Gemüsebrühe

Die Kräuter waschen und trocken tupfen. Die Blätter abzupfen und klein schneiden. Den Samen des Breitwegerichs von den Stielen streifen und in wenig Olivenöl braten bis die Samen hochspringen. Mit Kräutersalz würzen und von der Herdplatte nehmen.
Die Blüten erst einmal beiseite legen, die benötigen wir zum Dekorieren am Schluss.

Zubereitung Risotto:
Die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Das Olivenöl erhitzen, die Zwiebelwürfel darin andünsten. Den Reis zugeben und nach und nach den Weißwein und die Gemüsebrühe dazugießen, bei schwacher Hitze köcheln lassen, dabei den Risotto immer wieder durchrühren.

Nach etwa 18 Minuten Kochzeit die Kräuter unter den Risotto rühren. Einige Kräuter beiseitelegen zum Dekorieren . Zum Schluss den Käse unter den Risotto rühren.

Zubereitung Gemüse:
Zwiebeln kleinhacken, Möhren schälen und in Scheiben schneiden, Paprika in kleine Stücke schneiden. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Die Zwiebeln darin anschwitzen, Möhren und Paprika zugeben und unterrühren. Alles zusammen leicht anbraten. Mit der Gemüsebrühe ablöschen und die Flüssigkeit etwas einkochen lassen. Mit der Hoisin Sauce würzen.
Den Reis in eine mit Öl bepinselte runde Form (ich habe ein kleines Backförmchen genommen) geben, mit einem Löffel etwas andrücken und gleich auf den Teller stürzen. Mit den Blüten, Kräuterblättchen und dem Breitwegerichsamen bestreuen. Gemüse dazu anrichten.

Die scharf-süßliche Würzsauce Hoisin kommt aus China, ich nehme sie gerne für Gemüsegerichte. Sie passt hier sehr gut zu den mild-süßen Aromen der Möhre und Paprika.
Die Mischung „Italienisch“ und „Asiatisch“ fand ich spannend und es passte meiner Meinung nach sehr gut zusammen. Ich hab alles ratzeputz aufgegessen 😉

Reni

Wildkräuter Risotto

Gierschsuppe

Giersch Kopie
GIERSCHSUPPE
1 Schalotte, gehackt
2 Möhren (in Zestenstreifen geschnitten)
1 Stück Lauch, in dünne Ringe geschnitten
1 Stück Sellerie, gewürfelt
1 EL Olivenöl
Olivenöl in einem Topf erwärmen und das Gemüse darin langsam anbraten, bis es etwas karamelisiert.
1 Liter Wasser und
1 EL Gemüsebrühe dazugeben und zum Kochen bringen.
200 g Kürbis dazugeben und 15 Minuten kochen lassen.
200 g Gierschblätter und die in Zesten geschnittene Möhre dazugeben und 5 Minuten kochen lassen.
2 EL Sherry dazugeben und gegebenenfalls mit Salz und Pfeffer nachwürzen.
Man kann die Suppe auch pürieren und mit etwas Rahm verfeinern. Dann sollte man die in Streifen geschnittene Möhre erst nach dem Pürieren zugeben.

Mit diesem feinen Süppchen geht’s dem Giersch „an den Kragen“!

Gierschsuppe3 KopieGierschsuppe7 (2) KopieGierschsuppe8 Kopie

Mediterran gefüllte Tarte mit Topfenblätterteig

Das Basisrezept verdanke ich Sina vom http://giftigeblonde.wordpress.com – Blog. Danke Sina!
Ich hab nur die Füllung etwas abgeändert. Auf Sinas Wunsch 🙂 habe ich auch Giersch mitverwendet. Die Tarte hatte einen feinen Girschgeschmack, wenn man ein Stück mit den Blättern im Mund hatte. Das nächste Mal nehm ich aber weniger Schinkenspeckwürfel, denn diese haben die Tarte geschmacklich etwas überragt.

Teig

 

 

 

 

 

 

 

 
Teig Zutaten für eine Tarteform (Hat für 2 Personen gereicht):
125 g Mehl
125 kalte Butter
125 g Topfen (Quark)
etwas Salz
Wie Sina habe ich alle Zutaten auf der Arbeitsfläche zusammen verknetet. Nicht zuviel kneten, sonst blättert der Teig nicht. Den fertigen Teig eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen.
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Den Ofen auf 180 Grad vorheizen und
in der Zwischenzeit die Füllung zubereiten:
100 g in Olivenöl eingelegte, getrocknete Tomaten, halbiert
200 g Schafskäse, grob gewürfelt
150 g klein gewürfelten Schinkenspeck
1/2 Knoblauchzehe
einige Artischocken in Öl (abgetropft)
eine Handvoll kleine Austernpilze angebraten
2 Handvoll Giersch, gewaschen und gehackt
3 Blätter Knoblauchsrauke kleingehackt
Alle Zutaten mischen
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Für den Guss:
1 Ei
frisch gemahlene Muskatnuss
50 ml Schlagobers (Sahne)Salz und Pfeffer
Alles verquirlen
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Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und in eine mit Backpapier ausgelegte runde Tarteform legen. Den Teig etwas flach drücken und an den Seiten bis zum Rand hochstreichen. Die Füllung drauf verteilen und zum Schluß das mit Sahne verquirlte Ei darüber gießen. Für 30 bis 40 Minuten in den Ofen stellen, bei 180 Grad backen und heiß servieren.
Ich habe dazu einen knackigen Karottensalat gemacht mit einem Zitrone-Öl-Dressing.
Tarte

Tarte und Salat

Reni

Wildkräutergemüse mit Giersch

Giersch Gemüse Giersch m. KartoffelnMir war mal wieder nach Giersch! 🙂

Ich hab mir das Buch „Wildpflanzen“ geschnappt, einige Zutaten auf dem Markt besorgt und bin mit dem Fahrrad, einem Korb und einem Küchenmesser in den nahen Wald gefahren, um Giersch zu sammeln.

Und hier kommt Celia Nentwigs Rezept vom
Giersch-Gemüse mit Ingwer auf Kartoffel:

4 mittelgroße, festkochende Kartoffeln
1 Liter (Messzylinder) Giersch
1 Zwiebel, klein geschnitten
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 Stück frischer Ingwer gerieben
Mozarella, fein gewürfelt
Scampis
Salz
Öl

Zubereitung:
Kartoffeln mit der Schale in Salzwasser kochen, abgießen und im Topf zur Seite stellen.
Giersch waschen, blanchieren, abgießen, klein schneiden. Zwiebel in Öl glasig dünsten, Knoblauch und blanchierten Giersch dazugeben und unter ständigem Rühren 3 bis 5 Minuten weiter dünsten. Mit Ingwer und Salz abschmecken. Kartoffeln halbieren, mit einem Teelöffel leicht aushöhlen. Auf jede Kartoffelhälfte einen Löffel voll Giersch geben, einige mit Mozarella-Scheibe belegen, auf die übrigen Hälften Scampis legen und alle Kartoffeln kurz im Ofen überbacken.
Reni

Gierschnockerl

Und wieder ein tolles Rezept aus Celia Nentwigs BuchWildpflanzen„.
Zutaten Gierschnocken
Gierschnocken mit Spargel

Giersch-Nockerln:

  • 100 g Quark
  • 30 g geriebenen Bergkäse
  • 1 großes Ei
  • Meersalz, Pfeffer, Muskatnuss
  • 150 Weizenmehl
  • 150 bis 200 g Giersch
  • 200 g Spinat
  • Butter
  • geriebener Parmesan

Giersch und Spinat kurz blanchieren, abgießen, etwas ausdrücken und fein hacken. Wuark mit Bergkäse, Ei, Salz, Pfeffer und muskatnuss verrühren. Giersch, Spinat und Weizenmehl untermischen. Etwa 20 Minuten ziehen lassen. Salzwasser in einem Topf zum Kochen bringen. Mit nassen Esslöffeln Nockerln abstechen und ins kochende Wasser geben. Bei milder Hitze Nockerln ziehen lassen, bis sie an der Oberfläche schwimmen.
Ich hab in die Nockenmasse noch leicht angebratene Zwiebelchen gegeben. Dazu grünen Spargel und fein gehobelte, kurz in Sesamöl angebratene Möhren.

Anrichten: Die Nockerl mit Parmesan bestreuen und geschmolzene Butter darüber träufeln.

Im Originalrezept werden Zuckererbsen und Möhren dazu gereicht.

Reni

Gierschonade

Gierschonade von Celia Nentwig aus dem Buch „Wildpflanzen

Gierschonade Montage Giersch

Ein wunderbarer Durstlöscher, der äußerst lecker schmeckt!
Am Samstag hab ich die Gierschonade angesetzt und am Sonntag hab ich sie gut gekühlt meinen Freunden zum Probieren gegeben. Alle fanden sie erfrischend und gut. Ich werd sie sicherlich öfter machen in diesem Sommer!

10 Blätter Giersch
1 Gundermann Ranke
1 Stängel Minze (nach Belieben)
1 Stängel Zitronenmelisse (nach Belieben)
Saft von einer Bio-Zitrone
1 Liter Apfelsaft
1 Liter Mineralwasser

Kräuter waschen, ausschütteln und als Strauß zusammenbinden. Blätter quetschen und für mindestens drei Stunden in den Apfelsaft hängen. Darauf achten, dass die Stiele der Kräuter nicht mit der Flüssigkeit bedeckt werden. So können die Kräuter anwelken und geben dadurch mehr von ihrem Aroma in den Apfelsaft ab.
Kräuter herausnehmen, Zitronensaft und Mineralwasser hinzufügen.
Kühl servieren.
Ich habe naturtrüben Apfelsaft verwendet. Es schmeckt aber natürlich auch mit klarem Apfelsaft.

Weitere tolle Rezepte findet ihr im Buch von Celia Nentwig „Wildpflanzen“.

Wildkräuterwanderung

Vor einer Woche habe ich eine Wildkräuterwanderung mitgemacht. Celia Nentwig, die Kräuterpädagogin, die auch bereits zwei tolle Wildkräuterbücher veröffentlicht hat, führte uns, eine kleine Gruppe von 15 Personen, durch ein Landschaftsschutzgebiet im Süden Düsseldorfs und stellte uns  einige Kräuter und Pflanzen vor.

Baldrian

Baldrian

Wiesenlabkraut

Wiesenlabkraut

Wiesenbärenklau

Wiesenbärenklau

Weissdorn

Weissdorn

Waldmeister

Waldmeister

Taubnessel

Taubnessel

Strahlenlose Kamille

Strahlenlose Kamille

Scharbockskraut

Scharbockskraut

Knoblauchsrauke

Knoblauchsrauke

Gundermann

Gundermann

Goldnessel

Goldnessel

Giersch

Giersch

Gänsefingerkraut

Gänsefingerkraut

Brennnessel

Brennnessel

Blüten des Spitzwegerich

Blüten des Spitzwegerich

Beinwell

Beinwell

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Baldrian:
Die eingekreisten gefiederten Blätter gehören zum Baldrian. Die Pflanze kann bis zu 2 Meter hoch werden. Der Duft der Baldiranwurzel zieht Katzen magisch an. Wurzelfasern entfernen und die Wurzel trocknen. Baldrian beruhigt die Nerven. Eine Abkochung der Wurzel soll gegen Kopfschmerzen helfen (Tee). Man soll den Tee nicht über einen längeren Zeitraum trinken. Baldrian wird auch für Salben verwendet.
Beinwell:
Frische Beinwellblätter kann man in Teig herausbacken, sie haben einen hohen Proteingehalt, mit tierischem Eiweiß vergleichbar, sind sie ideal für Vegetarier und Veganer.
Man soll die Blätter nur ab und zu genießen, da die enthaltenen Alkaloide krebserregend sein sollen. In Maßen genossen, besteht allerdings kein erhöhtes Risiko.
Es gibt Beinwellsalben, man kann Umschläge und Breipackungen damit machen zum Beispiel bei Sehnenscheidenentzündungen.
Brennnessel:
Ein Rheumamittel, als Tee zur Entschlackung. Eine Delikatesse als ausgebackene Brennnesselblätter, Brennnesselnudeln, die getrockneten Samen auf Blätterteig-Knabberstangen, als Samenpaste oder wie Spinat zubereitet oder im Wildkräuter-Smoothie (Viele Rezepte dazu im Buch Wildpflanzen von Celia Nentwig).
Gänsefingerkraut:
Das Kraut wird bei Krämpfen aller Art eingesetzt, besonders gerne in Milch abgekocht.
Die Blätter und Wurzeln kann man als Wildgemüse kochen.
Giersch:
Wer ihn im Garten hat verflucht ihn oft. Besser nicht ärgern sondern aufessen.
Versucht nicht, den Giersch auszugraben oder aus der Erde zu reißen. Er vermehrt sich dann umso stärker. Am besten ist es, das Grün anzuschneiden und in der Küche zu verarbeiten. Schneidet man die Blätter regelmäßig ab, kann man ihn tatsächlich im Zaum halten. Die Blätter lassen sich zu Limonade verarbeiten, zu Gierschnocken oder als Gemüse wie Spinat verarbeitet (Buch Wildpflanzen von Celia Nentwig).
Goldnessel:
Auch diese Nessel brennt nicht. Die schönen gelben Blüten sind essbar und können als Dekoration auf Wildkräutersalate oder Quark gestreut werden.
Gundermann:
Im Frühling blüht der Gundermann lila. Die Blüten können zur Dekoration auf Kräuterquark oder Salat gestreut werden. Die Blätter verwendet man sehr sparsam, als Würzkraut wegen des sehr intensiven Geschmacks. Lecker ist beispielsweise ein Sommer-Gurkensalat mit Apfel, Zwiebel, Giersch und einigen Gundermann-Blättchen kleingeschnitten. Dazu ein Dressing aus Joghurt, Honig, Zitronensaft und Salz. Blüten zur Dekoration darüber streuen (Buch: Wildpflanzen von Celia Nentwig).
Knoblauchsrauke:
Sie schmeckt leicht nach Knoblauch. Der Vorteil gegenüber Knoblauch oder Bärlauch ist, dass man nach dem Verzehr nicht nach Knoblauch riecht. Die Blüten sind essbare Dekoration, die Blätter passen sehr gut in Kräuterquark, Pesto oder Salate. In Suppen sollte die gehackte Knoblauchsrauke erst kurz vor dem Servieren hinzugefügt werden, da sich die Geschmacksstoffe leicht verflüchtigen.
Scharbockskraut:
Die Blätter werden vor der Blüte geerntet und können in kleinen Mengen in Salaten mitverwendet werden, sie enthalten Vitamin C und schmecken würzig scharf. Getrocknet können die Blätter als Tee verwendet werden gegen Hautunreinheiten oder als Sitzbad gegen Hämorrhoiden.
Spitzwegerich:
Eine wunderbar vielseitige Wildpflanze. Die geschlossenen Knospen kann man roh essen, sie schmecken ein wenig nach Champignons. Der Saft der zerdrückten Blätter hilft bei Insektenstichen, Schürfwunden oder Brennnessel-Brennen. Sirup aus abgekochten Blättern hilft bei Husten.
Strahlenlose Kamille:
Sie heißt so, weil sie keine weißen Blütenblätter, sondern nur ein gelbes Köpfchen hat. Die Heilkraft dieser Kamille ist nicht so hoch wie die der echten Kamille. Aber man kann auch aus der Strahlenlosen Kamille zum Beispiel einen Tee machen, indem man die Blütenköpfe mit heißem Wasser übergießt und fünf bis zehn Minuten ziehen lässt.
Taubnessel:
Sieht der Brennnessel sehr ähnlich. Sie hat aber keine Brennhaare, ist also sozusagen eine „taube Nuss“! Die Blüten können zusammen mit Holunder-, Gänseblümchen-, Malven- und Rotkleeblüten in einer Karaffe mit frischem Wasser (1/2 Stunde ziehen lassen) als frisches Frühlings- oder Sommergetränk genossen werden. Aus den frischen Taubnesselblüten kann man auch Tee zubereiten, der bei Weißfluss und Menstruationsschmerzen helfen soll.
Waldmeister:
Jeder kennt die Waldmeister-Bowle. Er kann aber auch zu Sirup verarbeitet werden (für Berliner Weiße mit Schuss) oder zu Wackelpudding oder Waldmeistertee aus getrockneten Blättern. Waldmeister enthält Cumarin. Zuviel Waldmeister kann Kopfschmerzen hervorrufen.
Weißdorn:
Die Inhaltsstoffe von Blüten und Blättern werden bei leichter Herzschwäche eingesetzt. Aus getrockneten Blüten und Blättern (Frühjahr) und aus den Beeren (ab Herbst) kann man Tee zubereiten.
Wiesenbärenklau:
Im Buch „Meine neuen Wildpflanzenrezepte“, von Celia Nentwig, finden sich unter anderem leckere Rezepte mit Wiesenbärenklau, dessen Aroma an Sellerie, Möhren oder auch an Gurken erinnert.
Roh und fein geschnitten, passen die Blätter in Salate, größere und festere Blätter bereichern Aufläufe und Soufflés.
Wiesenlabkraut:
Die Blätter und Triebspitzen können zum Beispiel als Salat verwendet werden. Als Tee verwendet soll er die Niere, Leber und Bauchspeicheldrüse reinigen. Aus den zarten Blütenrispen und Knospen, von Mai bis September kann man ein süßes Gelee herstellen.
Labkraut enthält, wie der Waldmeister Cumarin und soll nur in geringen Mengen verwendet werden.
Die Wurzeln werden als Färbepflanze eingesetzt um Textilien rotbraun zu färben.
Quellen:
Buch „Wildpflanzen“, Buch „Meine neuen Wildpflanzen-Rezepte“ von Celia Nentwig http://www.blooms.de, http://www.heilkraeuter.de, http://www.kraeuterweisheiten.de, http://www.wikipedia.de

Reni

Osterfrühstück

Ostertorte So sah unser Frühstückstisch heute morgen aus. Ich habe Freunde eingeladen und es gab neben Aufschnitt und Brötchen einen Wildkräuter-Smoothie mit Vogelmiere, Taubnessel, Löwenzahn und Spitzwegerich und unterschiedliche Obstsmoothies, mit Banane, Himbeeren, Möhren, Apfel, Mango, Erdbeeren, Orange. Ostertorte 2Die Ostertorte, die ich jedes Jahr zu Ostern backe, habe ich dieses Jahr erstmalig mit halb Blattspinat, halb Giersch gemacht. Sie schmeckte vorzüglich!
Zutaten und Zubereitung:
6 Platten Blätterteig tiefgekühlt
Für die Füllung:
1/2 Kilo Blattspinat
1/2 Kilo Giersch
Salz, Muskatnuss, Pfeffer
2 EL Sesamöl
1 Knoblauchzehe
8 Eier
500 g Ricotta
60 g Parmesan
Außerdem:
Mehl für die Arbeisfläche
4 EL Sesamöl

Blätterteig auftauen
Spinat und Giersch putzen, waschen und kurz blanchieren. Abgekühlt gut auspressen und klein hacken. In einer Schüssel mit Salz, Muskat und Öl mischen.
2 Eier mit Ricotta und 40 g Parmesan verrühren, Spinat und Giersch unterheben und abschmecken. 6 Eier hart kochen und schälen.
Den Backofen auf 175° Grad vorheizen. Eine Tortenform dünn mit Öl ausstreichen. Jeweils 2 Teigplatten auf etwas Mehl dünn ausrollen. Die entstandene Platte soll etwas größer als die Tortenform sein, damit sie über den Rand hinaussteht. Die Platte in die Form legen und dünn mit Öl bepinseln. Die nächsten beiden Teigplatten ebenso dünn ausrollen und in die Form legen. Dann die Spinat-Giersch-Riccotta-Masse einfüllen und die sechs hart gekochten Eier in die Masse drücken. Ein Ei in der Mitte, die anderen außen herum.
Die letzten beiden Teigplatten ausrollen, mit Öl bestreichen und über die Füllung legen. Die überlappenden Teigränder nach innen rollen und andrücken.
Mit einer Gabel einige Löcher in die Teigoberfläche stechen. Im Ofen bei 160° Grad eine Stunde backen.
Die Torte herausnehmen und sofort servieren.
Sie schmeckt auch wenn nicht gerade Ostern ist ;-))

Reni

Gründonnerstagssuppe oder Neunkräutersuppe

Titel   Gründonnerstagssuppe NEuNeun Kräuter

Traditionell kommen in die Gründonnerstagssuppe drei mal drei Kräuter.
Diese Formel stammt noch von den Kelten

2 gute Hand voll Wildkräuter gewaschen und trocken geschüttelt.
Brennnessel, Gundermann (nicht zu viel davon), junge Löwenzahnblätter, Knoblauchsrauke, Beifuß, Giersch, Sauerampfer, Kerbel, Zitronenmelisse, Blütenblätter vom Löwenzahn und einige Blüten von der Knoblauchsrauke und Taubnessel zum Dekorieren.
Dies ist meine Auswahl, man kann aber variieren, je nachdem welche Kräuter man findet.

1 kg mehlig kochende Kartoffeln
1 EL Olivenöl
1 Zwiebel
1.5 L Wasser
2 EL Sahne
Salz, Pfeffer, Muskat

-Kartoffeln kochen, schälen und in kleine Würfel schneiden
-Zwiebel schälen und klein hacken
-In einem Kochtopf das Olivenöl leicht erhitzen, die Zwiebelwürfel und Kartoffeln zugeben und mit Wasser auffüllen.
-Die neun Kräuter erst kurz bevor sie in den Topf kommen klein hacken, damit die kostbaren Inhaltsstoffe nicht verloren gehen.
-Die Suppe circa drei Minuten köcheln lassen und mit dem Zauberstab fein pürieren
-2 EL Sahne zugeben, mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken
-Mit Blüten dekorieren.
Reni