Wildkräuterwanderung

Letzte Woche bei einer Wildpflanzenwanderung mit der Wildkräuterpädagogin Celia Nentwig, schaute mich plötzlich dieses kleine Hündchen an, das in einem Astloch saß. Süß, oder? 🙂

Gefunden bei der WildkräuterwanderungJetzt im Herbst kann man noch gut Samen und Blätter sammeln und sich einen kleinen Wintervorrat anlegen. Ich möchte euch heute einige Wildkräuter zeigen.

Wildpflanze BrennnesselsamenErst mal – und das wundert sicher niemanden – meine Lieblingspflanze, die Brennnessel ;-).
Sie ist so vielseitig verwendbar und jetzt im Herbst kann man die reifen Samen ernten. Dafür habe ich die ganzen „Trauben“ abgeschnitten, zum Trocknen auf ein mit Backpapier belegtes Blech gelegt und auf den Dachboden gestellt. Im trockenen Zustand lösen sich die Samen besser. Man schüttelt und reibt ein bisschen und die Samen fallen auf das Backpapier. Dieses rollt man dann zu einer Tüte und schüttet die Samen in ein sauberes Glas mit Deckel. So kann man diese auch im Winter immer wieder mal verwenden. Zum Beispiel als Brennnesselsamen-Paste oder in den leckeren Brennnessel-Blätterteigstangen.

Wildpflanze Taubnessel BrennnesselDie Blüten der Taubnessel und die jungen Brennnesselblätter trockne ich ebenfalls auf Backpapier. Beide werden von mir für Tee verwendet. Der Taubnesseltee soll bei Menstruations- und Wechseljahrsbeschwerden und bei leichten Magenverstimmungen helfen. Der Brennnesseltee wirkt zum Beispiel entschlackend und entgiftet.

Wildkraut SchafgarbeDer Spruch „Schafgarbe im Leib hilft jedem Weib“ (grins) lässt ahnen, dass es sich hier auch um ein Frauenkraut handelt. Er soll bei Kopfschmerzen (auch bei Männern), Durchblutungsstörungen im Becken, kalten Fingern, Durchblutungsstörungen in den Beinen und Problemen mit der Menstruation helfen. Das sind nur einige Anwendungsbereiche. Die Schafgarbe ist ein wunderbares Kraut! Man kann die getrockneten Blüten und Blätter mit heißem Wasser übergießen, ziehen lassen und trinken.
Wildpflanze Breitwegerichsamen Auch eines meiner Lieblings-Wildkräuter! Der Breitwegerich! Die Samenstände schneiden solange sie noch grün sind, wie auf dem Bild zu sehen. Die Samen mit der Hand abstreifen und trocknen lassen. Äußerst lecker schmecken sie in Olivenöl angeröstet (bis sie zu springen anfangen) und mit Meersalz gesalzen. Man streut die Samen auf ein Butterbrot, über gedünstetes Gemüse, Hähnchengeschnetzeltes…….. Vielleicht habt ihr ja noch weitere Ideen, wo sie gut dazu passen. Ich liebe den leicht nussigen Geschmack. Yammi!!

Wildpflanzen-BeifussDen Beifuß erkennt man an der silbrig-grauen Blattunterseite. Die Beifußblätter und -knospen, passen fein zerrieben zu fetten, schweren Fleischgerichten. Man nennt ihn auch „Gänsebratengewürz“. Es lässt sich auch ein Magenbitter daraus herstellen. Dazu nimmt man hochprozentigen Korn, etwas Kandiszucker und die Blätter, Stängel und Blüten. Kombinieren kann man ihn zum Beispiel mit Schafgarbe, Salbei und Melisse. Man lässt die Kräuter im Alkohol 14 Tage ziehen, seiht sie dann ab und lagert den Magenbitter in einer dunklen Flasche. Man trinkt ihn nach fetten Speisen, bei Verdauungsstörungen und Appetitmange. Beifuß als Tee wirkt wärmend und krampflösend bei Menstruationsbeschwerden.
Auch zum Räuchern verwendet man den getrockneten Beifuß. Er soll Klarheit bringen und das Raumklima verbessern.

Ich werde in den nächsten Tagen jedenfalls noch mehr Blätter und Samen der unterschiedlichsten Wildkräuter sammeln. Der Winter ist lang 😉

 

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Wildkräuterwanderung

Vor einer Woche habe ich eine Wildkräuterwanderung mitgemacht. Celia Nentwig, die Kräuterpädagogin, die auch bereits zwei tolle Wildkräuterbücher veröffentlicht hat, führte uns, eine kleine Gruppe von 15 Personen, durch ein Landschaftsschutzgebiet im Süden Düsseldorfs und stellte uns  einige Kräuter und Pflanzen vor.

Baldrian

Baldrian

Wiesenlabkraut

Wiesenlabkraut

Wiesenbärenklau

Wiesenbärenklau

Weissdorn

Weissdorn

Waldmeister

Waldmeister

Taubnessel

Taubnessel

Strahlenlose Kamille

Strahlenlose Kamille

Scharbockskraut

Scharbockskraut

Knoblauchsrauke

Knoblauchsrauke

Gundermann

Gundermann

Goldnessel

Goldnessel

Giersch

Giersch

Gänsefingerkraut

Gänsefingerkraut

Brennnessel

Brennnessel

Blüten des Spitzwegerich

Blüten des Spitzwegerich

Beinwell

Beinwell

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Baldrian:
Die eingekreisten gefiederten Blätter gehören zum Baldrian. Die Pflanze kann bis zu 2 Meter hoch werden. Der Duft der Baldiranwurzel zieht Katzen magisch an. Wurzelfasern entfernen und die Wurzel trocknen. Baldrian beruhigt die Nerven. Eine Abkochung der Wurzel soll gegen Kopfschmerzen helfen (Tee). Man soll den Tee nicht über einen längeren Zeitraum trinken. Baldrian wird auch für Salben verwendet.
Beinwell:
Frische Beinwellblätter kann man in Teig herausbacken, sie haben einen hohen Proteingehalt, mit tierischem Eiweiß vergleichbar, sind sie ideal für Vegetarier und Veganer.
Man soll die Blätter nur ab und zu genießen, da die enthaltenen Alkaloide krebserregend sein sollen. In Maßen genossen, besteht allerdings kein erhöhtes Risiko.
Es gibt Beinwellsalben, man kann Umschläge und Breipackungen damit machen zum Beispiel bei Sehnenscheidenentzündungen.
Brennnessel:
Ein Rheumamittel, als Tee zur Entschlackung. Eine Delikatesse als ausgebackene Brennnesselblätter, Brennnesselnudeln, die getrockneten Samen auf Blätterteig-Knabberstangen, als Samenpaste oder wie Spinat zubereitet oder im Wildkräuter-Smoothie (Viele Rezepte dazu im Buch Wildpflanzen von Celia Nentwig).
Gänsefingerkraut:
Das Kraut wird bei Krämpfen aller Art eingesetzt, besonders gerne in Milch abgekocht.
Die Blätter und Wurzeln kann man als Wildgemüse kochen.
Giersch:
Wer ihn im Garten hat verflucht ihn oft. Besser nicht ärgern sondern aufessen.
Versucht nicht, den Giersch auszugraben oder aus der Erde zu reißen. Er vermehrt sich dann umso stärker. Am besten ist es, das Grün anzuschneiden und in der Küche zu verarbeiten. Schneidet man die Blätter regelmäßig ab, kann man ihn tatsächlich im Zaum halten. Die Blätter lassen sich zu Limonade verarbeiten, zu Gierschnocken oder als Gemüse wie Spinat verarbeitet (Buch Wildpflanzen von Celia Nentwig).
Goldnessel:
Auch diese Nessel brennt nicht. Die schönen gelben Blüten sind essbar und können als Dekoration auf Wildkräutersalate oder Quark gestreut werden.
Gundermann:
Im Frühling blüht der Gundermann lila. Die Blüten können zur Dekoration auf Kräuterquark oder Salat gestreut werden. Die Blätter verwendet man sehr sparsam, als Würzkraut wegen des sehr intensiven Geschmacks. Lecker ist beispielsweise ein Sommer-Gurkensalat mit Apfel, Zwiebel, Giersch und einigen Gundermann-Blättchen kleingeschnitten. Dazu ein Dressing aus Joghurt, Honig, Zitronensaft und Salz. Blüten zur Dekoration darüber streuen (Buch: Wildpflanzen von Celia Nentwig).
Knoblauchsrauke:
Sie schmeckt leicht nach Knoblauch. Der Vorteil gegenüber Knoblauch oder Bärlauch ist, dass man nach dem Verzehr nicht nach Knoblauch riecht. Die Blüten sind essbare Dekoration, die Blätter passen sehr gut in Kräuterquark, Pesto oder Salate. In Suppen sollte die gehackte Knoblauchsrauke erst kurz vor dem Servieren hinzugefügt werden, da sich die Geschmacksstoffe leicht verflüchtigen.
Scharbockskraut:
Die Blätter werden vor der Blüte geerntet und können in kleinen Mengen in Salaten mitverwendet werden, sie enthalten Vitamin C und schmecken würzig scharf. Getrocknet können die Blätter als Tee verwendet werden gegen Hautunreinheiten oder als Sitzbad gegen Hämorrhoiden.
Spitzwegerich:
Eine wunderbar vielseitige Wildpflanze. Die geschlossenen Knospen kann man roh essen, sie schmecken ein wenig nach Champignons. Der Saft der zerdrückten Blätter hilft bei Insektenstichen, Schürfwunden oder Brennnessel-Brennen. Sirup aus abgekochten Blättern hilft bei Husten.
Strahlenlose Kamille:
Sie heißt so, weil sie keine weißen Blütenblätter, sondern nur ein gelbes Köpfchen hat. Die Heilkraft dieser Kamille ist nicht so hoch wie die der echten Kamille. Aber man kann auch aus der Strahlenlosen Kamille zum Beispiel einen Tee machen, indem man die Blütenköpfe mit heißem Wasser übergießt und fünf bis zehn Minuten ziehen lässt.
Taubnessel:
Sieht der Brennnessel sehr ähnlich. Sie hat aber keine Brennhaare, ist also sozusagen eine „taube Nuss“! Die Blüten können zusammen mit Holunder-, Gänseblümchen-, Malven- und Rotkleeblüten in einer Karaffe mit frischem Wasser (1/2 Stunde ziehen lassen) als frisches Frühlings- oder Sommergetränk genossen werden. Aus den frischen Taubnesselblüten kann man auch Tee zubereiten, der bei Weißfluss und Menstruationsschmerzen helfen soll.
Waldmeister:
Jeder kennt die Waldmeister-Bowle. Er kann aber auch zu Sirup verarbeitet werden (für Berliner Weiße mit Schuss) oder zu Wackelpudding oder Waldmeistertee aus getrockneten Blättern. Waldmeister enthält Cumarin. Zuviel Waldmeister kann Kopfschmerzen hervorrufen.
Weißdorn:
Die Inhaltsstoffe von Blüten und Blättern werden bei leichter Herzschwäche eingesetzt. Aus getrockneten Blüten und Blättern (Frühjahr) und aus den Beeren (ab Herbst) kann man Tee zubereiten.
Wiesenbärenklau:
Im Buch „Meine neuen Wildpflanzenrezepte“, von Celia Nentwig, finden sich unter anderem leckere Rezepte mit Wiesenbärenklau, dessen Aroma an Sellerie, Möhren oder auch an Gurken erinnert.
Roh und fein geschnitten, passen die Blätter in Salate, größere und festere Blätter bereichern Aufläufe und Soufflés.
Wiesenlabkraut:
Die Blätter und Triebspitzen können zum Beispiel als Salat verwendet werden. Als Tee verwendet soll er die Niere, Leber und Bauchspeicheldrüse reinigen. Aus den zarten Blütenrispen und Knospen, von Mai bis September kann man ein süßes Gelee herstellen.
Labkraut enthält, wie der Waldmeister Cumarin und soll nur in geringen Mengen verwendet werden.
Die Wurzeln werden als Färbepflanze eingesetzt um Textilien rotbraun zu färben.
Quellen:
Buch „Wildpflanzen“, Buch „Meine neuen Wildpflanzen-Rezepte“ von Celia Nentwig http://www.blooms.de, http://www.heilkraeuter.de, http://www.kraeuterweisheiten.de, http://www.wikipedia.de

Reni

Gründonnerstagssuppe oder Neunkräutersuppe

Titel   Gründonnerstagssuppe NEuNeun Kräuter

Traditionell kommen in die Gründonnerstagssuppe drei mal drei Kräuter.
Diese Formel stammt noch von den Kelten

2 gute Hand voll Wildkräuter gewaschen und trocken geschüttelt.
Brennnessel, Gundermann (nicht zu viel davon), junge Löwenzahnblätter, Knoblauchsrauke, Beifuß, Giersch, Sauerampfer, Kerbel, Zitronenmelisse, Blütenblätter vom Löwenzahn und einige Blüten von der Knoblauchsrauke und Taubnessel zum Dekorieren.
Dies ist meine Auswahl, man kann aber variieren, je nachdem welche Kräuter man findet.

1 kg mehlig kochende Kartoffeln
1 EL Olivenöl
1 Zwiebel
1.5 L Wasser
2 EL Sahne
Salz, Pfeffer, Muskat

-Kartoffeln kochen, schälen und in kleine Würfel schneiden
-Zwiebel schälen und klein hacken
-In einem Kochtopf das Olivenöl leicht erhitzen, die Zwiebelwürfel und Kartoffeln zugeben und mit Wasser auffüllen.
-Die neun Kräuter erst kurz bevor sie in den Topf kommen klein hacken, damit die kostbaren Inhaltsstoffe nicht verloren gehen.
-Die Suppe circa drei Minuten köcheln lassen und mit dem Zauberstab fein pürieren
-2 EL Sahne zugeben, mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken
-Mit Blüten dekorieren.
Reni

Inhalt des Kräuterbündchens vom Markt

Bild

KräutertafelReni

Wildpflanzen-Smoothie

Wildkräuter-Smoothie

Die Wildkräuter hab ich auf einem Wildkräuter vom MarktBauern-Markt in Düsseldorf-Pempelfort gekauft und bis zur Verwendung erst einmal ins Wasser gestellt. Danach hab ich die Blätter klein gezupft, mit Zitronensaft und einem geschälten, klein geschnittenen, Apfel in einen Mixbecher gegeben. Drei Eßlöffel Sojajoghurt und etwas stilles Wasser dazu und so lange mixen bis eine Masse entsteht, die man auch mit einem Stohhalm trinken kann. ZURÜCKLEHNEN UND GENIESSEN!

Kräuter vom Markt Kräuter in Mopsvase

  • Wilde
  • Rauke
  • Vogelmiere
  • Franzosenkraut
  • Taubnessel
  • Blätter von der Kapuzinerkresse

 

 

 

 

 

Kräuter in der Mopsvase (von Kühn Keramik), http://www.kuehn-keramik.com

Reni-weiß