Nudeltaschen mit Bärlauchfüllung

Bärlauchblüte

Bärlauchnudeln

Bärlauch FüllungBärlauchfüllung

Nudeltaschen mit Bärlauchfüllung
von Celia Nentwig aus dem Buch Wildpflanzen.

Dieses Rezept braucht etwas Vorbereitung, hinterlässt aber bei meinen Gästen
immer einen nachhaltigen Eindruck. Denn die Bärlauch-Füllung ist eine überraschend
schmackhafte Ergänzung zu dem neutralen Pasta-Teig.
Zutaten Nudelteig
300 g Weizenmehl • 1 Prise Salz • 3 Eier • 1 EL Olivenöl
Zutaten Füllung
300 g Frischkäse • Joghurt • Salz und Pfeffer • insgesamt 3/4 l Messzylinder
Kräuter (gemischt oder einzeln): Bärlauch, Spitzwegerich, Giersch, Knoblauchsrauke,
Zitronenmelisse, Pfefferminze • Butter, geschmolzen • Parmesan,
gerieben
Zubereitung
Mehl und Salz auf die Arbeitsplatte sieben. Mulde formen und die Eier hinein geben.
Zutaten mit den Händen gut mischen. Olivenöl zugeben und kneten, bis ein
geschmeidiger, glänzender Teig entsteht. Auf einer bemehlten Arbeitsplatte den
Teig dünn ausrollen, dafür den Teig ab und zu drehen und in die Länge ziehen, bis
er fast durchsichtig ist. Quadrate von ca. 6 x 6 cm schneiden.
Für die Füllung die Kräuter waschen und trocken schleudern. Sehr fein hacken und
mit dem Frischkäse und den Gewürzen vermischen. Bei Bedarf Joghurt beimischen
bis eine fest-cremige Masse entstanden ist. Die Teigränder mit Wasser bestreichen.
1 TL Füllung auf die Quadrate setzen und zu einem Dreieck zusammenklappen. Die
Ränder festdrücken. Die Päckchen portionsweise in kochendes Salzwasser geben
und 4 bis 5 Minuten ziehen lassen. Mit zerlassener Butter und Parmesan servieren.
Mein Tipp:
Anstelle der zerlassenen Butter serviere ich die gefüllten Bärlauch-Teigtaschen auf
einem „Tomatensoßenspiegel“ und toppe sie mit einem Bärlauch-Blütenstand.


Man kann die Füllung natürlich auch nur mit Bärlauch und weiteren nicht „wilden“ Kräutern mischen, wie zum Beispiel Thymian, Estragon, Basilikum etc.

Advertisements

Erdkammer-Sirup vom Spitzwegerich

Erdkammer Sirup SpitzwegerichAls Tipp für das kommende Jahr!
Spätherbst und Winter sind Jahreszeiten, da kann ich leider nicht viel zum Thema Wildpflanzen vorstellen, das man sofort umsetzen kann.
Gerne greife ich deshalb auf die tollen Rezepte zurück, die Celia Nentwig in ihren beiden Büchern vorstellt.
Auch wenn es viele der Wildpflanzen momentan nicht mehr gibt, so kann man sich doch das eine oder andere Rezept für das kommende Jahr vormerken.

Spitzwegerich und einige andere Wildpflanzen gibt es zwar noch, aber die frischen Pflänzlein, die dann im Frühling sprießen, sind viel gesünder und  voller Wirkstoffe.

Aus dem Buch Wildpflanzen von Celia Nentwig heute was ganz Besonderes:

ERDKAMMER-SIRUP
für Spitzwegerich-Sekt
Hiermit verblüffe ich meine Gäste. Der Sirup ruht 8 bis 10 Wochen bei gleichbleibender Temperatur in den Tiefen meines Gartens, dann ist seine Reifezeit erreicht und kann ausgegraben werden. Jetzt ist sein großer Auftritt: aufgegossen mit Sekt – eine wahre Köstlichkeit!
Zutaten (für 500 ml Gefäß)
500 g Honig • zwei gute Handvoll junge Blätter vom Spitzwegerich
Zubereitung
Spitzwegerich waschen, trocken schleudern und quer zu den Blattnerven klein schneiden. Spitzwegerich und Honig im Wechsel in das Gefäß schichten. Mit Spitzwegerich beginnen, mit Honig enden und darauf achten, dass die oberste Schicht vom Spitzwegerich mit Honig bedeckt ist. Das Gefäß verschließen, zum Schutz in eine Plastiktüte geben und wenigstens 50 cm tief eingraben. 8 bis 10 Wochen ruhen lassen. Ausgraben, durch ein Sieb geben und in dunkle Flaschen abfüllen.

SpitzwegerichsirupSekt mit Sirup

Frühlings-Erkältungswelle

Das verregnete Wochenende kam mir gerade recht, ich hab zweierlei Sirup gemacht.
Tannenspitzen Sirup schleimlösend bei Husten

4 Handvoll geschlossene Tannenspitzen
500 g Rohrzucker

Ich hab sie schon einmal in meinem Blog vorgestellt, aber da die Tannen- und Fichtenspitzen gerade noch knospig genug sind (je nach Standort der Bäume), wollte ich euch daran erinnern, dass man jetzt sammeln muss, um in der klassischen Erkältungszeit im Herbst und Winter den Sirup parat zu haben.
Den Tannenspitzen Sirup hab ich mit braunem Bio-Rohrzucker angesetzt. Dazu einfach die gesäuberten Spitzen abwechselnd mit dem Zucker in ein Glas schichten, die Schichten gut andrücken, mit Zucker abschließen und an einen sonnigen Ort stellen. Das Glas bis zum Spätsommer stehen lassen und ab und zu drehen und schütteln, damit sich alles gleichmäßig verteilt. Der Sirup hilft bei Husten, pur, oder ein Löffelchen im Tee. Ist aber erst im Herbst fertig 😉

2014-05-03 18.07.27 2014-05-03 18.07.37

 

 

 

 

 

 

 

Spitzwegerich Sirup wirkt hustenlindernd

2 Handvoll Spitzwegerichblätter
500 ml Wasser
160 ml Waldhonig

Spitzwegerichblätter waschen, in einen Topf geben und mit Wasser auffüllen.
Auf dem Herd kurz aufkochen lassen, die Platte ausschalten und eine halbe Stunde ziehen lassen.
Die Blätter entfernen und den Sud zum Köcheln bringen.
Solange weiter köcheln, bis die Masse auf die Hälfte eingekocht ist und abkühlen lassen.
Den Honig in den abgekühlten Sud geben und gut umrühren.
Sobald sich der Honig aufgelöst hat, den Sirup in saubere Fläschen füllen und beschriften.

Den Spitzwegerich findet man fast das ganze Jahr und kann deshalb immer wieder Sirup herstellen.

Spitzwegerich Sirup

Reni

 

Wildkräuterwanderung

Vor einer Woche habe ich eine Wildkräuterwanderung mitgemacht. Celia Nentwig, die Kräuterpädagogin, die auch bereits zwei tolle Wildkräuterbücher veröffentlicht hat, führte uns, eine kleine Gruppe von 15 Personen, durch ein Landschaftsschutzgebiet im Süden Düsseldorfs und stellte uns  einige Kräuter und Pflanzen vor.

Baldrian

Baldrian

Wiesenlabkraut

Wiesenlabkraut

Wiesenbärenklau

Wiesenbärenklau

Weissdorn

Weissdorn

Waldmeister

Waldmeister

Taubnessel

Taubnessel

Strahlenlose Kamille

Strahlenlose Kamille

Scharbockskraut

Scharbockskraut

Knoblauchsrauke

Knoblauchsrauke

Gundermann

Gundermann

Goldnessel

Goldnessel

Giersch

Giersch

Gänsefingerkraut

Gänsefingerkraut

Brennnessel

Brennnessel

Blüten des Spitzwegerich

Blüten des Spitzwegerich

Beinwell

Beinwell

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Baldrian:
Die eingekreisten gefiederten Blätter gehören zum Baldrian. Die Pflanze kann bis zu 2 Meter hoch werden. Der Duft der Baldiranwurzel zieht Katzen magisch an. Wurzelfasern entfernen und die Wurzel trocknen. Baldrian beruhigt die Nerven. Eine Abkochung der Wurzel soll gegen Kopfschmerzen helfen (Tee). Man soll den Tee nicht über einen längeren Zeitraum trinken. Baldrian wird auch für Salben verwendet.
Beinwell:
Frische Beinwellblätter kann man in Teig herausbacken, sie haben einen hohen Proteingehalt, mit tierischem Eiweiß vergleichbar, sind sie ideal für Vegetarier und Veganer.
Man soll die Blätter nur ab und zu genießen, da die enthaltenen Alkaloide krebserregend sein sollen. In Maßen genossen, besteht allerdings kein erhöhtes Risiko.
Es gibt Beinwellsalben, man kann Umschläge und Breipackungen damit machen zum Beispiel bei Sehnenscheidenentzündungen.
Brennnessel:
Ein Rheumamittel, als Tee zur Entschlackung. Eine Delikatesse als ausgebackene Brennnesselblätter, Brennnesselnudeln, die getrockneten Samen auf Blätterteig-Knabberstangen, als Samenpaste oder wie Spinat zubereitet oder im Wildkräuter-Smoothie (Viele Rezepte dazu im Buch Wildpflanzen von Celia Nentwig).
Gänsefingerkraut:
Das Kraut wird bei Krämpfen aller Art eingesetzt, besonders gerne in Milch abgekocht.
Die Blätter und Wurzeln kann man als Wildgemüse kochen.
Giersch:
Wer ihn im Garten hat verflucht ihn oft. Besser nicht ärgern sondern aufessen.
Versucht nicht, den Giersch auszugraben oder aus der Erde zu reißen. Er vermehrt sich dann umso stärker. Am besten ist es, das Grün anzuschneiden und in der Küche zu verarbeiten. Schneidet man die Blätter regelmäßig ab, kann man ihn tatsächlich im Zaum halten. Die Blätter lassen sich zu Limonade verarbeiten, zu Gierschnocken oder als Gemüse wie Spinat verarbeitet (Buch Wildpflanzen von Celia Nentwig).
Goldnessel:
Auch diese Nessel brennt nicht. Die schönen gelben Blüten sind essbar und können als Dekoration auf Wildkräutersalate oder Quark gestreut werden.
Gundermann:
Im Frühling blüht der Gundermann lila. Die Blüten können zur Dekoration auf Kräuterquark oder Salat gestreut werden. Die Blätter verwendet man sehr sparsam, als Würzkraut wegen des sehr intensiven Geschmacks. Lecker ist beispielsweise ein Sommer-Gurkensalat mit Apfel, Zwiebel, Giersch und einigen Gundermann-Blättchen kleingeschnitten. Dazu ein Dressing aus Joghurt, Honig, Zitronensaft und Salz. Blüten zur Dekoration darüber streuen (Buch: Wildpflanzen von Celia Nentwig).
Knoblauchsrauke:
Sie schmeckt leicht nach Knoblauch. Der Vorteil gegenüber Knoblauch oder Bärlauch ist, dass man nach dem Verzehr nicht nach Knoblauch riecht. Die Blüten sind essbare Dekoration, die Blätter passen sehr gut in Kräuterquark, Pesto oder Salate. In Suppen sollte die gehackte Knoblauchsrauke erst kurz vor dem Servieren hinzugefügt werden, da sich die Geschmacksstoffe leicht verflüchtigen.
Scharbockskraut:
Die Blätter werden vor der Blüte geerntet und können in kleinen Mengen in Salaten mitverwendet werden, sie enthalten Vitamin C und schmecken würzig scharf. Getrocknet können die Blätter als Tee verwendet werden gegen Hautunreinheiten oder als Sitzbad gegen Hämorrhoiden.
Spitzwegerich:
Eine wunderbar vielseitige Wildpflanze. Die geschlossenen Knospen kann man roh essen, sie schmecken ein wenig nach Champignons. Der Saft der zerdrückten Blätter hilft bei Insektenstichen, Schürfwunden oder Brennnessel-Brennen. Sirup aus abgekochten Blättern hilft bei Husten.
Strahlenlose Kamille:
Sie heißt so, weil sie keine weißen Blütenblätter, sondern nur ein gelbes Köpfchen hat. Die Heilkraft dieser Kamille ist nicht so hoch wie die der echten Kamille. Aber man kann auch aus der Strahlenlosen Kamille zum Beispiel einen Tee machen, indem man die Blütenköpfe mit heißem Wasser übergießt und fünf bis zehn Minuten ziehen lässt.
Taubnessel:
Sieht der Brennnessel sehr ähnlich. Sie hat aber keine Brennhaare, ist also sozusagen eine „taube Nuss“! Die Blüten können zusammen mit Holunder-, Gänseblümchen-, Malven- und Rotkleeblüten in einer Karaffe mit frischem Wasser (1/2 Stunde ziehen lassen) als frisches Frühlings- oder Sommergetränk genossen werden. Aus den frischen Taubnesselblüten kann man auch Tee zubereiten, der bei Weißfluss und Menstruationsschmerzen helfen soll.
Waldmeister:
Jeder kennt die Waldmeister-Bowle. Er kann aber auch zu Sirup verarbeitet werden (für Berliner Weiße mit Schuss) oder zu Wackelpudding oder Waldmeistertee aus getrockneten Blättern. Waldmeister enthält Cumarin. Zuviel Waldmeister kann Kopfschmerzen hervorrufen.
Weißdorn:
Die Inhaltsstoffe von Blüten und Blättern werden bei leichter Herzschwäche eingesetzt. Aus getrockneten Blüten und Blättern (Frühjahr) und aus den Beeren (ab Herbst) kann man Tee zubereiten.
Wiesenbärenklau:
Im Buch „Meine neuen Wildpflanzenrezepte“, von Celia Nentwig, finden sich unter anderem leckere Rezepte mit Wiesenbärenklau, dessen Aroma an Sellerie, Möhren oder auch an Gurken erinnert.
Roh und fein geschnitten, passen die Blätter in Salate, größere und festere Blätter bereichern Aufläufe und Soufflés.
Wiesenlabkraut:
Die Blätter und Triebspitzen können zum Beispiel als Salat verwendet werden. Als Tee verwendet soll er die Niere, Leber und Bauchspeicheldrüse reinigen. Aus den zarten Blütenrispen und Knospen, von Mai bis September kann man ein süßes Gelee herstellen.
Labkraut enthält, wie der Waldmeister Cumarin und soll nur in geringen Mengen verwendet werden.
Die Wurzeln werden als Färbepflanze eingesetzt um Textilien rotbraun zu färben.
Quellen:
Buch „Wildpflanzen“, Buch „Meine neuen Wildpflanzen-Rezepte“ von Celia Nentwig http://www.blooms.de, http://www.heilkraeuter.de, http://www.kraeuterweisheiten.de, http://www.wikipedia.de

Reni

Wildkräuterquark

Wildpflanzenquark

 

 

 

 

 

 

 

Am Wochenende hab ich leckere Wildpflanzen gesammelt.
Einige Blätter vom Spitzwegerich, der Brennnessel und der Knoblauchsrauke
Dazu ein paar geschlossene Knospen vom Spitzwegerich
Blüten zum Dekorieren
Quark, Salz und Pfeffer

Das Walnussbrot vom Bäcker hab ich dick mit dem Quark bestrichen darauf noch Löwenzahnblütenblätter und Gänseblümchen verteilt. Die Spitzwegerichknospen schmecken ein wenig nach Pilzen.
Sah hübsch aus und schmeckte echt lecker 😉

Reni

Abhilfe bei Husten!

Spitzwegerich-SirupSPITZWEGERICH-SIRUP

Spitzwegerich Sirup ist eine wohlschmeckende Medizin um Husten oder Bronchitis zu lindern. Der Spitzwegerich-Sirup wird mit Waldhonig gemacht. Honig wirkt hustenlindernd, und ist eine wunderbare Ergänzung zur Wirkung des Spitzwegerichs.
Die Spitzwegerich-Blätter sollten im Sommer gesammelt werden, weitab von Autostraßen. Vor der Weiterverwendung müssen die Blätter sorgfältig gewaschen und trockengeschüttelt werden.

ZUTATEN
ca. 25 g Spitzwegerich-Blätter
500 ml Wasser
175 ml Waldhonig

ANLEITUNG

  • Die gewaschenen und trocken geschüttelten Spitzwegerich-Blätter in einen Topf geben und mit Wasser auffüllen, sodass die Blätter bedeckt sind.
  • Das Wasser aufkochen lassen und danach ca. 30 Minuten ziehen lassen.
  • Dann die Flüssigkeit durch ein Sieb in einen anderen Topf gießen.
  • Wieder zum Köcheln bringen auf die Hälfte einkochen und danach abkühlen lassen, bis die Flüssigkeit nur noch handwarm ist.
  • Den Honig zugeben und gut umrühren, bis sich der Honig aufgelöst hat.
  • Danach kann man den Sirup in saubere Flaschen abfüllen.
  • Flaschen mit Inhaltsangabe und Datum beschriften.
  • Den Sirup dunkel und kühl lagern.

Bei Husten etwa dreimal täglich einen Teelöffel Sirup einnehmen oder auch einen Esslöffel voll in einer Tasse Tee auflösen.

Bitte klärt die Einnahme vorher mit dem Arzt ab.

Reni